Game – Confrontation

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Falls Psychologie interessiert: Motivationskraft A4 – Mars – Durchsetzungskraft – Wettbewerb

Sei ehrlich zu dir

Der Versuch, die eigene Meinung (die eigene Motivationskraft) siegen zu lassen, oder, wie man heute noch in der Politik sagt, seine Meinung durchzusetzen ist im Alltag durch die vorherrschende Weltanschauung sanktioniert. Im Wettbewerb setzt die höhere beziehungsweise stärkere Energie in der Regel ihre Meinung durch.
Dese Energie kann nur in vollem Umfang fließen, wenn sie nicht durch Skrupel, Stichwort: schlechtes Gewissen, reduziert oder gar völlig begrenzt wird.
Je grenzenloser eine Motivationskraft sich ausleben kann, desto befriedigter fühlt sich ein von ihr motivierter Mensch.
Wird die Kraft der Motivation (die innere Natur) durch eine innere Ethik im Zaum gehalten, ist der Mensch in der Lage, sich einem sozialen Umfeld anzupassen. Gehen allerdings die „Pferde mit ihm durch“, verschafft die Emotion sich Raum. Sie lebt sich aus, denn die Energie eines starken Triebes setzt sich gegenüber vernünftigen Erwägungen und schwächer verteidigten Grenzen stets durch.
„Wow,“ mag man hören: „Der ist aber heftig drauf.“ Übersetzt heißt das, der emotionale Druck droht das bremsende – von der Vernunft gesetzte Tabu – zu überwinden. Wenn jegliche emotionale Kontrolle versagt, rastet der betroffene Mensch aus, er fällt vom verstandesorientierten Denken in heftigste Gefühle und bringt diese zum Ausdruck.
Wenn sich heftige Gefühle aufbauen bemerkt man das unter anderem am deutlicher wahrnehmbaren Herzklopfen. Beispielsweise rufen Angst, Verliebtheit, Zorn oder ein Akt der Entblößung des Egos heftige Reaktionen hervor.
Verliebtheit motiviert zu den verrücktesten Handlungen und aus Eifersucht, der Angst vor einem Verlust, werden selbst Morde verübt. Plötzlich versagen die Grenzen der Vernunft und es geschehen Tragödien, wie die letzten Skandale um Politiker und hohe Manager zeigen.
Die Motivationskraft der Verliebtheit kann Berge in den Himmel versetzen, doch die entgegen laufende Kraft der Depression versetzt diese in die Hölle.
Zur Hölle wird ein Leben erst richtig in inneren Konflikten. Die können auch von außen angestoßen werden.
Geht in einer Beziehung die Energie der Verliebtheit zu Ende, entsteht nach einer Phase der Ernüchterung der keimende Wunsch, die alten Verhältnisse aufzulösen, um einem neuen Lebensabschnitt mit seinen neuen Entwicklungen Platz zu schaffen.
Abschnitte der Befreiung bringen wie Abschnitte der Vereinigung ein hohes Maß an Gefühlen mit sich. Anziehung, Abstoßung, Sympathie und Antipathie gehören zur grundlegenden Polarität des emotionalen menschlichen Lebens.
Für den einzelnen Menschen stellt sich die Frage nach der augenblicklichen emotionalen Verfassung durch das Interesse an Selbsterkenntnis.
Auf dem Weg der Selbsterfahrung wird die Frage relevant: Was bewegt mich und wie intensiv tut es das?
Brennender Ehrgeiz nach einer leitenden Position oder ist es nur eine schwache Verliebtheit in einen bestimmten Urlaubsort? Die Abneigung gegen geräucherte Speisen ist minimal auf der emotionalen Skala verglichen mit dem Hass auf einen Unterdrücker. Leichte Antipathie oder rachsüchtiger Hass ist die dunkle, weil ablehnende emotionale Bandbreite die auf der anderen Seite von leichter Sympathie bis hin zu unbändiger Sehnsucht nach Vereinigung führt.
Wallen heftige Emotionen auf, versuchen sie alle Hindernisse, die dem Ausleben im Wege stehen, mit entsprechender Energie zu beseitigen.
Jede Form von Durchsetzungskraft wurzelt in einem emotionalen Komplex. Sehnsucht nach Sex oder der Wille zum Sieg bei anstehenden Wahlen, drängende Emotionen gehen machtvoll vor. Und wer sich ihnen in den Weg stellt, bekommt eine entsprechende Ladung ab.
Im Fall einer Konfrontation besteht die eine Möglichkeit in der Flucht und die andere im Kampf. Ein sich stark fühlender Kämpfer wehrt die ihm entgegen gerichtete Energie ab. Wer sich nicht entsprechend verteidigen kann zieht den Kürzeren, indem er das Feld räumt.
Auf den Podesten der Machthaber stehen demnach nur jene, die über ein adäquates Maß an Macht verfügen.
Wird die rationale Bedeutung machtvoller Argumente durch ein hohes Maß an emotionaler Begeisterung getragen, wird sich eine Idee spielend leicht in die Tat umsetzen lassen.
Politische, wirtschaftliche und soziale Ideen werden auf diese Weise im konkreten Leben umgesetzt. Eine Schule wird gebaut, eine Firma gegründet oder eine Wohngemeinschaft geschaffen.
Aber es wird nicht nur geschaffen, es wird auch zerstört. Eine Schule, ein Unternehmen kann ebenso zerfallen wie auch Beziehungen.
Eine geschickte Einstellung ist es, Verbindungen die sich suchen oder Auflösungstendenzen die in Erscheinung treten nicht zu behindern. Das schafft innere Freiheit. Verbindungsenergie, Trennungsenergie, zwei Aspekte ein und derselben Medaille, genannt Leben. In Goethes „Faust“ ist zu lesen: „…Denn alles was entsteht ist wert, dass es zugrunde geht.“
Zurück in den Augenblick: Wie stark wirken die Energien gerade in dir?
Wie ist deine emotionale Wetterlage? Ist ein Gewitter im Anzug oder herrschen Sonne und Wonne wie im Monat Mai?
Befindest du dich irgendwo im Kampf? Dann frage dich, gegen wen oder was kämpfst du?
Welche Emotionen sind beteiligt? Wie intensiv erscheinen in dir die Kräfte wie Eifersucht, Trägheit, Raffgier, Eitelkeit oder Abwehr? Kämpfst du für eine bessere Welt? Kämpfst du gegen eine Untugend in dir selbst?
Was geht in dir vor? Alle Formen von Selbstbetrug stehen der Freiheit im Wege. Sei ehrlich zu dir!

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